Ist es gesund jeden Tag zu joggen?

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In der warmen Jahreszeit gehen viele Läufer jeden Tag joggen. Vor allem Profis, die den Laufsport schon jahrelang betreiben, gehen jeden Tag raus zum Joggen. Dabei denkt man sich als Laufanfänger oder Hobbyläufer, ob das richtig ist. Ist es wirklich gut, jeden Tag joggen zu gehen?

Schadet es, wenn man jeden Tag Joggen geht?

Das ist auf jeden Fall eine berechtigte Frage. Und wenn Sie sich vielleicht auch gerade diese Frage stellen, dann lesen Sie unbedingt weiter. Im folgenden Beitrag werden wir Sie darüber aufklären, ob es in Ordnung ist, jeden Tag joggen zu gehen oder ob man den Laufsport nicht Tag für Tag ausüben sollte.

 

Wie oft sollte man joggen?

Auf diese Frage kann man leider nicht pauschal antworten. Denn für jeden Läufer oder für jede Läufergruppe gilt da etwas anderes. Auch wenn professionelle Jogger jeden Tag joggen gehen, heißt das nicht, dass Sie das auch tun sollten. Außer Sie sind auch schon ein absoluter Profi. Ansonsten gilt, höchstens drei bis vier Mal in der Woche in die Laufschuhe zu schlüpfen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie die Dauer der Läufe über eine längere Zeit langsam steigern. Laufen Sie am Anfang nur ein paar wenige Minuten und erhöhen Sie die Laufdauer stetig, so dass Sie am Ende bei einer Stunde ankommen.

 

Laufrhythmus für Anfänger

Wahrscheinlich wissen Sie bereits, dass Sie als Laufanfänger auf keinen Fall jeden Tag joggen gehen sollten. Das wäre zu Beginn eine zu starke Belastung für Ihren Körper. Lange würden Sie das auch höchstwahrscheinlich nicht durchhalten. Als Anfänger muss man sich langsam herantasten und seinen Laufrhythmus finden. Der besteht aber auf keinen Fall aus jeden Tag joggen gehen. Joggen Sie als Laufanfänger anfangs ein oder zwei Mal die Woche. Legen Sie immer nach ca. ein zwei Wochen eine Laufeinheit dazu. So können Sie sich schrittweise steigern und überfordern Ihren Körper nicht.

Schon nach kurzer Zeit werden Sie merken, dass Sie sich ganz von allein verbessern und schnell an Ihr Ziel von drei bis vier Mal Joggen in der Woche kommen. Auch die Laufdauer pro Trainingseinheit wird sich zügig erweitern. Diesen Laufrhythmus können Sie dann auch erst einmal beibehalten. Möchten Sie in das Profilevel aufsteigen, können Sie nach langem Training von vielen Monaten ihre Leistungen auf das höchste Niveau bringen. Als professioneller Läufer können Sie dann jeden Tag joggen gehen.

 

Lauffrequenz langsam steigern

Wie bereits gesagt sollten Sie die Häufigkeit der Laufeinheiten langsam erhöhen. Sie sollten demnach nicht direkt in der ersten Woche, in der Sie mit dem Joggen beginnen, jeden Tag joggen gehen. Ich denke, dass Ihnen das wahrscheinlich klar ist. Falls nicht, werden Sie es ziemlich schnell merken. Denn Ihr Körper wird bei so einer Überbelastung zu Beginn bestimmt nicht mitmachen.

Gewöhnen Sie Ihren Körper in kleinen Schritten an das Training und die Belastung. Vor allem wenn Sie vorher keinen oder nur wenig Sport gemacht haben und mit Laufen noch gar nichts am Hut hatten, sollten Sie langsam mit dem Joggen beginnen.

Gehen Sie ganz zu Anfang wirklich nur ein oder zwei Mal in der Woche laufen. Nehmen Sie dann immer nach einigen Wochen stets eine Laufeinheit dazu. So kommen Sie ganz schnell auf Ihre drei bis vier Trainings pro Woche. Haben Sie die gewünschte Häufigkeit der Laufeinheiten erreicht, können Sie sich daran machen, diese Einheiten zu verlängern. Aber auch hier gilt: Bitte nur langsam steigern!

 

Keine Überlastung riskieren

Beachten Sie die bereits angegebenen Tipps zur langsamen Steigerung der Laufeinheiten und der Laufdauer nicht und gehen von Anfang an jeden Tag joggen, kann es zu einer folgenschweren Überbelastung des Körpers kommen. Das sogenannte Übertraining ist nicht direkt für jeden Läufer ersichtlich, was ein Verhindern zusätzlich noch schwieriger macht. Vor allem Laufanfänger erkennen meist nicht auf Anhieb, dass sie ihrem Körper zu viel zugemutet haben und ihn zu stark belastet haben.

Wie erkenne ich die ie Symptome eines Übertrainings?

Die Symptome eines Übertrainings sind sehr vielseitig und unterschiedlich. Zuerst einmal muss man zwischen zwei Formen einer Überlastung differenzieren. Auf der einen Seite kann es laut Joggen Online zu einem Erregungsübertraining und auf der anderen Seite zu einem sogenannten Hemmungsübertraining.

Beim Erregungsübertraining ist der Sympathikus gestört, also der Teil des vegetativen Nervensystems, welcher in erster Linie für die Muskeltätigkeit und für die Funktion von Drüsen und Blutgefäßen zuständig ist. Ist das der Fall, können folgende Symptome auftreten:

  • Kraftminderung
  • Energielosigkeit
  • Verringerte körperliche Leistungsfähigkeit
  • längere Dauer der Erholungsphasen
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Erhöhter Ruhepuls am Morgen
  • Psychische Labilität
  • Depressive Verstimmungen
  • Gewichtsverlust
  • Neigung zu Infekten, u.v.m.

Beim sogenannten Hemmungsübertraining ist der Parasympathikus betroffen, also der Gegenspieler zum Sympathikus und der Teil des Körpers, welcher für regenerative Körperprozesse zuständig ist. In einem solchen Fall wird die Aktivität und Energie eines Läufers extrem verringert und folgende Symptome können auftreten:

  • Trägheit
  • Antriebslosigkeit
  • Depressionen
  • Müdigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Verringerte Leistungsfähigkeit
  • Verlangsamter Ruhepuls am Morgen
  • Schnelles Sinken des Pulses nach körperlicher Belastung
  • Neigung zu Infekten, u.v.m.

 

Ausreichend Regeneration einplanen

Um eine gefährliche Überlastung des Körpers zu vermeiden, sollten Sie lieber nicht jeden Tag joggen gehen und zudem genügend und ausreichende Ruhepausen in Ihren Trainingsplan einbauen. Ihr Körper braucht zwischen den anstrengenden Trainingseinheiten Ruhephasen, um sich zu erholen.

Die Regeneration hat verschiedene Bestandteile. Es geht nicht nur darum, einfach mal keinen Sport zu machen, sondern auch darum, sich richtig auszuruhen sowie das Richtige zu essen. Denn auch die Ernährung gehört zur Regeneration dazu.

Ruhephasen nach dem Joggen

Ganz wichtig ist für eine Ruhephase der Schlaf. Er ist essentiell und trägt sehr viel zu einer guten Regeneration bei. Darum: Schlafen Sie ausreichend! Sie können Ihrem Körper aber nicht nur durch Schlaf genügend Erholung geben. Andere entspannende Maßnahmen, die Ihrem Körper in der Regeneration guttun sind beispielsweise ein Bad am Abend, ein Saunabesuch, eine Massage oder auch leichte Bewegungsarten wie Yoga oder Meditation.

Ernährung in der Regenerationsphase von Joggern

Wie gesagt spielt in der Regenrationsphase auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Mit den richtigen Lebensmitteln kann man den Körper bei der Regeneration unterstützen. Wählen Sie am besten eine ausgewogene Mischkost und legen Sie den Fokus dabei auf gesundes Eiweiß. Beachten Sie, dass Sie Ihre Vitamin- und Mineraldepots durch Ihre Nahrung wieder auffüllen.

 

Als Fazit bleibt also zu sagen, dass jeden Tag joggen zu gehen nur für wenige absolute Profisportler in Ordnung ist, nicht aber für jeden Jogger. Optimal wären für normale Läufer drei bis vier Laufeinheiten in der Woche. Jede Laufeinheit sollte dabei nicht viel länger als eine Stunde gehen. Wichtig ist vor allem: Gönnen Sie sich ausreichend Regeneration und steigern Sie sich im Lauftraining bezüglich der Laufhäufigkeit und -dauer nur schrittweise!

 

 

 

Bildquelle Beitragsbild: © Monkey Business / Fotolia.com

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About Author

Ich heiße Maike und bin Bloggerin. Neben meinem eigenen Blog Maikikii betreibe ich auch diesen Blog namens "Gute Laufschuhe". Ich schreibe hier als Autorin regelmäßig Beiträge, die sich rund um das Thema "Laufschuhe" und generell um das Thema "Laufen" drehen.

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