Supination – Was ist das?

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In diesem Beitrag erläutern wir Ihnen eine wichtige Bewegung der Füße beim Laufen: die Supination.

 

Supination – Definition

Beim Joggen passieren verschiedene Bewegungsabläufe. Auch wenn der gesamte Körper beim Laufen im Spiel ist, liegt der Fokus auf den Beinen und Füßen. Und genau da spielt sich beim Laufen die sogenannte Supination ab. Sie beschreibt nämlich eine Bewegung des Fußes beim Joggen, bei welcher der innere Fußrand angehoben und der äußere Fußrand gleichzeitig gesenkt wird.

Im Allgemeinen wird unter einer Supination eine zu schwache Pronation oder auch das Fehlen einer Pronation verstanden. Das heißt, eine nicht stark ausgeprägte oder fehlende Einwärtsdrehung des Fußes. Im Fall einer Supination ist keine natürliche Dämpfungsbewegung gegeben.

Übrigens gibt es die Supination auch im Bereich des Unterarms. Hier handelt es sich ebenfalls um einen Bewegungsablauf. Doch in Bezug auf das Laufen ist meist die Supination der Füße, also die Bewegung im Fußbereich, gemeint.

 

Wann tritt eine Supination auf?

Eine Supination ist häufig bei ganz bestimmten Läufern vorhanden. Und zwar bei Läufern mit Hohlfuß und steifem Fußgewölbe. Durch diese Fehlstellung des Fußes ist meist eine normale Pronation nicht mehr möglich und so kommt es zu einer Supination. Die übliche Dämpfungsbewegung kann mit einer solchen Fußanatomie nicht ausgeführt werden und so kommt es zu einer sehr schwachen oder sogar zu einer fehlenden Pronation.

 

Folgen einer Supination

Natürlich bleibt eine Supination nicht ohne Folgen. Schließlich gibt es keinen normalen Bewegungsablauf des Fußes mehr. Dadurch können einige Probleme für den Läufer entstehen. Zum einen kann es zu ernsthaften Belastungen der Sehnen und Bänder sowie des gesamten Fußes kommen. Zum anderen erhöht sich auch das Risiko für Verletzungen und Verschleiß, da keine natürliche Stoßdämpfung mehr erfolgt. Betroffen sind in erster Linie Knie-, Fuß- und Hüftgelenk sowie die Wirbelsäule. Sie sind einem stärkerem Aufprall ausgesetzt und können so schneller beschädigt werden. Häufige Folgen einer Supination sind:

  • Knieprobleme
  • Überlastung des Schienbeins
  • Verstauchung des Sprunggelenks
  • Überdehnung der Sprunggelenkbänder
  • Rückenschmerzen

Es gibt aber nicht nur diese einzelnen Beschwerden, welche durch eine zu schwache Pronation hervorgerufen werden können, sondern auch noch ein ganz bestimmtes und häufig vorkommendes Krankheitsbild: das Supinationstrauma. Das beschreibt die extreme Überdehnung der Außenbänder, der Sehnen und der Gelenkkapsel des Sprunggelenks. Zu einem solchen Supinationstrauma kann es kommen, wenn Läufer auf unebenem Boden joggen oder auch wenn sie falsches Schuhwerk beim Laufen an haben.

Eine Supination ist demnach keine Kleinigkeit, sondern ein ernstzunehmendes Problem mit schlimmen Folgen. Deshalb sollte es unbedingt richtig behandelt werden. Um mit einer Supination richtig umgehen zu können, muss diese natürlich erst einmal erkannt werden.

 

Supination erkennen

Ob eine zu schwache oder fehlende Pronation vorhanden ist, kann anhand zweier Möglichkeiten herausgefunden werden. Zum einen kann eine sogenannte Laufbandanalyse durchgeführt werden. Das ist gleichzeitig auch die beste und zuverlässigste Methode. Mithilfe einer Videoaufzeichnung, Standbildern und bestimmten Messungen können Experten erkennen, ob eine Supination da ist oder nicht. Eine solche Laufbandanalyse sollte am besten von einem Experten ausgeführt werden. Dazu kann man meist in ein Sportfachgeschäft gehen. Profis können nämlich anhand der Analyse nicht nur sehen, ob eine Supination vorhanden ist, sondern auch wie stark diese ausgeprägt ist. Dementsprechend kann der Spezialist dann auch eine richtige Beratung geben, auf was man bei einer Supination achten muss.

 

Passende Laufschuhe bei Supination

Im Fall einer Supination sollten ganz bestimmte Laufschuhe für das Training ausgesucht werden. Nutzt man bei einer zu schwachen oder fehlenden Pronation nicht die richtigen Laufschuhe, riskiert man schlimme Verletzungen und lang anhaltende Beschwerden. Möchte man das also vermeiden, sollte man sich unbedingt passende Laufschuhe zulegen.

Supinierer, wie man die Menschen mit Supination nennt, benötigen spezielle Laufschuhe, welche stark gebogene Leisten haben. Außerdem sollten die Laufschuhe zusätzlich im Zehenbereich mit einem verstärkten Material ausgestattet sein. Am besten eignen sich in solch einem Fall Dämpfungsschuhe. Sie helfen dabei, die fehlende natürliche Dämpfung auszugleichen.

Handelt es sich nur um eine leichte Supination können auch Lightweight-Laufschuhe und speziell für anstehende Wettkämpfe sogenannte Wettkampfschuhe gewählt werden. Beide Modelle haben einen gebogenen Leistenbereich.

Inzwischen gibt es von verschiedenen Herstellern eine große Auswahl an unterschiedlichen Modellen im Bereich Dämpfungsschuhe, Lightweight Trainer und auch bei den Wettkampfschuhen. Von daher ist es für Läufer mittlerweile überhaupt kein Problem mehr den Laufsport ganz normal auszuüben. Man braucht eben nur das richtige Schuhwerk dazu!

 

 

 

Bildquelle Beitragsbild: © SENTELLO / Fotolia.com

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About Author

Ich heiße Maike und bin Bloggerin. Neben meinem eigenen Blog Maikikii betreibe ich auch diesen Blog namens "Gute Laufschuhe". Ich schreibe hier als Autorin regelmäßig Beiträge, die sich rund um das Thema "Laufschuhe" und generell um das Thema "Laufen" drehen.

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